QMS-Standards in der Arztpraxis

Standards für Interoperabilität
von IT-Systemen bei niedergelassenen Ärzten

Die vom QMS u.a. in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) entwickelten Schnittstellen dienen der Interoperabilität von IT-Lösungen im Gesundheitssystem. Sie tragen insbesondere dazu bei, den Datenaustausch in der ambulanten ärztlichen Versorgung sicher sowie Geräte-, Hersteller- und Fachgruppen-neutral auszulegen.

Als Hersteller von medizinischer Software, Berater oder Dienstleistungsanbieter können Sie die erprobten Schnittstellenbeschreibungen für Ihre Anwendungen nutzen. Im Falle der GDT-Satzbeschreibung stellen wir Ihnen ein kostenfreies Prüfmodul zum Testen Ihres Produkts zur Verfügung. Ansonsten erhalten Sie Prüfmodule im Rahmen der Zertifizierungsverfahren, die wir anbieten.

Zur xDT-Familie gehört neben den Standards des QMS auch der Standard KVDT der KBV, unter dessen Nutzung jährlich ca. 35.000.000.000 € medizinische Leistungen im ambulanten Sektor abgerechnet werden. Dieser Standard wird in der Regel vierteljährlich an vertragliche oder gesetzliche Änderungen angepasst.

In den letzten 2 Jahrzehnten hat sich für die Laborkommunikation im vertragsärztlichen Bereich (und bei einigen Kliniken) der Standard LDT des QMS durchgesetzt und ist mittlerweile in einem KBV-Profil verbindlich. Jährlich werden ca. 150.000.000 Transaktionen mittels LDT 2 durchgeführt, eine Zahl die mit dem vor kurzem freigegebenen LDT 3 noch steigen wird.

Nahezu alle Medizingeräte im ambulanten Sektor und darüber hinaus werden über den Standard GDT des QMS e.V. an Praxisverwaltungssysteme angeschlossen. Die Standarddokumente wurden ins Englische übertragen, weil der GDT (GDT 3) mittlerweile auch weltweit zur Anbindung von Medizingeräten genutzt wird.

Der Standard BDT des QMS e.V. wurde für die neuerdings im § 291d SGB V geregelten Aufgaben, nämlich Systemumstellungen und systemneutrale Archivierungen, entwickelt. Systemumstellungen finden im ambulanten Sektor in Deutschland jährlich im 4-stelligen Bereich statt. Im BDT müssen grundsätzlich alle Daten definiert sein, die in einer Arztpraxis vorkommen können. Daher bildet der BDT 3 die Basis für Kommunikations- und Datenaustauschverfahren beliebiger Art mit Arztpraxen. Beispielsweise stellt er die Grundlage dar für die Bereitstellung von Daten für Forschungszwecke oder etwa für einen patientenbezogenen Export von Daten (für eine Fallakte, für einen Hausarztwechsel, für eine App des Patienten, für eine Gesundheitsakte, ...).

Semantisch zusammengehörige Datenelemente (Felder) werden in den XDT-Standards des QMS unter einem Namen zu Informationsobjekten zusammengefasst und können jeweils unter diesem Namen referenziert werden. Im XDT-Objektkatalog findet man alle vom QMS definierten Informationsobjekte. Diese Definitionen sind grundsätzlich syntaxneutral in Bezug auf eine Übertragungssyntax und bilden daher eine bedeutsame Grundlage für zukünftige Interoperabilitätsarbeiten.

Derzeit stellt Ihnen der QMS folgende xDT-Datenaustauschformate zur Verfügung:

  • BDT (Behandlungsdatentransfer)

    Schnittstelle zum systemunabhängigen Datentransfer von Behandlungsdaten ...  Mehr lesen

  • GDT (Gerätedatentransfer)

    Schnittstelle zum systemunabhängigen Datentransfer zwischen Praxis-EDV Systemen und Messgeräten ... Mehr lesen

  • LDT (Labordatentransfer)

    Schnittstelle zur Übertragung von Laboraufträgen und -berichten ... Mehr lesen

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